Wer in Wien eine Sanierung, Entkernung oder größere Räumung plant, kommt am Thema Bauschutt-Container kaum vorbei. Die Preise schwanken 2026 zwischen 220 Euro für einen 3-m³-Container und über 900 Euro für 10 m³ — vorausgesetzt, der Inhalt ist sortenrein. Dieser Ratgeber zeigt, welche Größe zu welchem Vorhaben passt, wann ein Halteverbot fällig wird und wie Sie typische Fallstricke bei der Trenn-Pflicht vermeiden.

Container-Größen & Preise im Überblick

Die folgenden Richtwerte gelten für mineralischen Bauschutt (Beton, Ziegel, Fliesen, Mörtel) in Wien. Bei gemischtem Bauschutt liegen die Deponiekosten höher, der Container wird entsprechend teurer.

Container-GrößeMietpreis (pauschal)Inkludiertes VolumenPassend für
3 m³ Absetzmulde220 – 290 €bis 3 m³ / ca. 4 tBadezimmer-Entkernung, kleine Renovierung
5 m³ Absetzmulde320 – 420 €bis 5 m³ / ca. 6 tKüchen-Demontage, einzelner Wohnraum
7 m³ Absetzmulde480 – 620 €bis 7 m³ / ca. 9 tWohnungs-Teilsanierung, mehrere Räume
10 m³ Absetzmulde690 – 920 €bis 10 m³ / ca. 12 tKomplett-Entkernung Wohnung, kleines Haus

Alle Preise verstehen sich inklusive Anlieferung, 7 Tage Standzeit, Abholung und Deponiegebühr für reinen mineralischen Bauschutt im Wiener Stadtgebiet. Anlieferungen in Bezirke außerhalb des Gürtels — etwa nach Donaustadt oder Liesing — können einen Anfahrts-Aufschlag von 30 bis 60 Euro nach sich ziehen.

Was passt in welchen Container?

Ein 3-m³-Container fasst grob 3.000 kg Mauerwerk oder rund 60 Säcke Estrichbruch. Bei einer kompletten Badezimmer-Entkernung (Fliesen, Wanne, Estrich) fallen typischerweise 2 bis 3 m³ an — die kleinste Mulde ist hier ausreichend. Eine ganze Küchen-Entrümpelung mit Estrich-Entfernung liegt eher bei 4 bis 6 m³.

Die Trenn-Pflicht — der teuerste Stolperstein

In Österreich gilt die Recycling-Baustoffverordnung. Mineralischer Bauschutt (Beton, Ziegel, Fliesen) muss strikt getrennt werden von gemischtem Bau- und Abbruchabfall (Gips, Holz, Metall, Folien, Tapeten). Wird der Mineral-Container falsch befüllt, stuft die Deponie ihn als gemischten Abfall ein — und die Entsorgungskosten verdoppeln sich auf einen Schlag.

Was darf in den Mineral-Container?

  • Ziegel, Beton, Stahlbeton-Stücke (bewehrt nur eingeschränkt)
  • Fliesen, Keramik, Sanitärporzellan
  • Estrich, Mörtel-Reste, Putz
  • Natursteine, Klinker, Pflastersteine

Was darf NICHT hinein?

  • Gipskarton, Rigips-Platten (eigene Fraktion)
  • Holz, Türen, Fensterrahmen
  • Dämmstoffe (Styropor, Mineralwolle — teils Sondermüll)
  • Kunststoffe, Folien, Teppichreste
  • Asbestzement (zwingend Sondermüll-Entsorgung)

Bei gemischten Sanierungen empfehlen wir zwei kleinere Container statt einem großen — das spart bei korrekter Sortierung oft 200 bis 400 Euro gegenüber einer Fehlbefüllung.

Halteverbot — wann es nötig wird

Steht der Container auf öffentlichem Grund (Gehsteig, Parkstreifen, Fahrbahnrand), benötigen Sie eine Halteverbots-Bewilligung der Magistratsabteilung 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten). Die Antragstellung sollte spätestens 5 Werktage vor dem Aufstellungstermin erfolgen, in Innenbezirken wie Innere Stadt, Neubau oder Mariahilf eher 10 Tage.

Die Kosten für ein Halteverbot setzen sich aus drei Posten zusammen:

  • Verwaltungsabgabe MA 46: rund 25 bis 40 Euro
  • Tafel-Aufstellung durch konzessioniertes Unternehmen: 90 bis 150 Euro pro Tafel
  • Tagesgebühr bei längerer Standzeit: variabel

Eine ausführliche Anleitung zur Beantragung finden Sie in unserem Ratgeber Halteverbot Wien beantragen.

Alternative: Aufstellung auf Privatgrund

Können Sie den Container auf einem Innenhof, eigenem Parkplatz oder einer Privateinfahrt aufstellen, entfällt das Halteverbot komplett. Bei einer Hausräumung im Einfamilienhaus-Bezirk wie Hietzing oder Währing ist das fast immer die günstigere Lösung.

Kleine Mengen: ASZ statt Container

Für Mengen unter einem Kubikmeter lohnt sich ein Container selten. Die Magistratsabteilung 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark) betreibt 19 Altstoff-Sammelzentren in Wien. Wiener Privathaushalte können dort pro Anlieferung bis zu 1 m³ Bauschutt kostenlos abgeben — gegen Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises mit Wiener Hauptwohnsitz.

Praktisch ist das für:

  • Einzelne Fliesen-Reparaturen
  • Ausbau einer kleinen Trennwand
  • Kellerentrümpelung mit wenig Mauerwerk
  • Garten-Aushub oder einzelne Pflastersteine

Größere Mengen werden bei ASZ-Anlieferung kostenpflichtig oder gar nicht angenommen — dann ist der Container alternativlos.

Wie buchen — und worauf achten

Bei BKS-Entrümpelung erhalten Sie für jede Wohnungs- oder Sanierungs-Räumung ein schriftliches Pauschal-Angebot. Der Container ist bei größeren Aufträgen oft bereits inkludiert — Sie zahlen einen Festpreis und müssen sich um Trennung, Halteverbot und Deponie-Abrechnung nicht kümmern.

Checkliste für die Anfrage

  1. Adresse und Bezirk — wegen Anfahrts-Pauschale und Halteverbots-Aufwand
  2. Stell-Möglichkeit — Privatgrund, Innenhof oder öffentlicher Grund
  3. Art des Materials — rein mineralisch oder gemischt
  4. Geschätzte Menge — anhand der Wohnungs- oder Raum-Größe
  5. Zeitfenster — Wochenend-Aufstellung kostet mehr
  6. Wunsch-Standzeit — Standard 7 Tage, länger gegen Aufpreis

Wer mehrere Angebote vergleichen möchte, findet im Ratgeber Räumungs-Angebote vergleichen die wichtigsten Prüfpunkte.

Bauschutt im Rahmen einer Komplett-Räumung

Bei einer kombinierten Verlassenschaftsräumung mit Sanierungs-Anteil oder einer Brand- und Wasserschaden-Räumung fällt typischerweise Mischmaterial an: Möbel, Hausrat, Bauschutt, oft auch Sondermüll. Hier ist der separate Container selten die optimale Lösung — die Sortierung vor Ort durch eingespielte Teams ist effizienter und vermeidet Falschbefüllung.

Eine fachgerechte Entsorgung mit Sortierung kostet bei BKS-Entrümpelung pauschal pro Kubikmeter:

  • Sperrmüll und Möbel: 75 bis 95 €/m³
  • Gemischter Bauschutt: 110 bis 145 €/m³
  • Mineralischer Bauschutt: 60 bis 85 €/m³
  • Sondermüll (Asbest, Eternit): nach Vereinbarung

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

Container überladen. Ein 5-m³-Container darf nicht über die Bordkante hinaus gefüllt werden — sonst lehnt der Frächter den Abtransport ab oder verrechnet eine Umladegebühr von 80 bis 120 Euro.

Nasses Material einkippen. Beton mit hohem Wassergehalt wiegt deutlich mehr. Bei Pauschal-Preisen meist unkritisch, bei Gewichts-Abrechnung kann das teuer werden.

Container über Nacht offen lassen. In dicht bebauten Bezirken wie Favoriten oder Rudolfsheim-Fünfhaus werden über Nacht regelmäßig fremde Haushaltsreste oder Sperrmüll dazugekippt — Sie zahlen die Fehlbefüllung. Plane abdecken oder Container kurz halten.

Falsche Größe wählen. Eine Nachbestellung kostet eine neue Anfahrt von 80 bis 150 Euro. Im Zweifel die nächstgrößere Variante.


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