Eine Altbauwohnung in Wien ist ein Stück Stadtgeschichte — und für Räumungsfirmen die Königsdisziplin. Schmale Stiegen ohne Lift, denkmalgeschützte Holzböden, fragile Stuck-Decken, Klaviere, die seit 1923 nicht mehr bewegt wurden. Diese Anleitung zeigt die 7 häufigsten Stolperfallen bei Altbau-Räumungen in Wien und wie Sie sie vermeiden.

Stolperfalle 1: Stockwerk ohne Lift

Über 60 % der Wiener Altbauwohnungen haben keinen Lift — vor allem in den Bezirken 1040 Wieden, 1050 Margareten, 1070 Neubau, 1080 Josefstadt, 1090 Alsergrund, 1150 Rudolfsheim-Fünfhaus, 1160 Ottakring.

Was das für die Räumung heißt:

  • Pro Stockwerk Aufschlag bei Stundensatz-Anbietern: € 80–150
  • Bei Festpreis-Anbietern: pauschal eingerechnet, kein Überraschungs-Aufschlag
    1. oder 5. Stock ohne Lift: Räumungszeit verdoppelt sich, Mannstunden entsprechend höher

Tipp: Fragen Sie vorab, ob der Festpreis bereits Stockwerk-Zuschläge enthält. Bei BKS-Entrümpelung ist das Standard.

Stolperfalle 2: Schmale Stiegenhäuser

Wiener Gründerzeit-Stiegen sind oft nur 110–130 cm breit — moderne Sofas (180+ cm) passen nicht hochkant durch. Lösungen:

  • Demontage vor Ort (Couch wird zerlegt) — Mehraufwand 1–2 Stunden
  • Möbellift durch das Fenster — kostet € 250–450 zusätzlich, je nach Stockwerk
  • Spalten-Erweiterung im Geländer (sehr selten — denkmalgeschützt)

Fragen Sie bei der Vor-Ort-Besichtigung explizit nach: „Welche Möbel müssen demontiert werden? Was kommt durch den Möbellift?”

Stolperfalle 3: Denkmalgeschützte Stiegenhäuser

In den Wiener Innenbezirken sind viele Stiegenhäuser denkmalgeschützt — Holz-Stufen aus 1880, Schmiedeeisen-Geländer, Stuck-Decken im Stiegenhaus. Beschädigungen sind teuer:

  • Reparatur einer Stufe: € 800–2.000
  • Stuck-Reparatur: € 500+
  • Verschmutzung der Wände: € 200–600 für Reinigung/Ausbesserung

Schutzmaßnahmen:

  • Treppenschoner aus Vlies (sollte Standard jeder Räumungsfirma sein)
  • Wandschutz im Stiegenhaus bei großen Möbeln
  • Vorab-Fotodokumentation des Stiegenhauses (bei BKS Standard)

Stolperfalle 4: Halteverbot in Innenstadt-Gassen

In den Bezirken 1010, 1060, 1070, 1080 ist die Parkplatzlage chronisch eng. Ohne Halteverbot trägt das Team Möbel 100+ Meter zum LKW — Räumungsdauer verdoppelt sich.

  • Halteverbots-Antrag bei MA 46: € 60–90 plus Aufstellung
  • Vorlauf: 5 Werktage
  • BKS übernimmt den Antrag — Sie zahlen nur die Behördengebühr

Detailliertes Halteverbot-Wissen lesen →

Stolperfalle 5: Klavier-Demontage

Wiener Altbauwohnungen haben überproportional oft Klaviere — viele aus Großeltern-Zeiten, oft seit Jahrzehnten nicht bewegt. Wichtig:

  • Stutzflügel (über 200 cm Tiefe): Demontage zwingend, 4-Mann-Team
  • Klavier (aufrechtes Modell): Bei breitem Stiegenhaus tragbar, sonst Möbellift
  • Wert vor Räumung prüfen lassen — alte Bösendorfer/Steinway sind 4-stellige Summen wert
  • Aufpreis: € 350–650 je nach Stockwerk und Modell

Niemals selbst versuchen. Klavier-Stürze im Stiegenhaus sind der häufigste Großschaden bei Hobby-Räumungen.

Stolperfalle 6: Stuck, Holzböden und Tapeten

Bei der Räumung selbst — also dem Bewegen von Möbeln im Inneren der Wohnung — sind drei Wiener Altbau-Eigenschaften kritisch:

Stuck-Decken: Bei großen Schränken, die hochkant gestellt werden, kann der Schrank-Oberkant den Stuck beschädigen. Schutz: Polsterdecken auf der Schrank-Oberseite.

Holzböden (oft Originale aus 1880): Schiebe-Bewegungen großer Möbel hinterlassen Kratzer. Schutz: Filzgleiter oder Tragehilfen — niemals schieben.

Tapeten: Wandschutz mit Vlies-Decken, vor allem bei sperrigen Möbeln durch enge Türen.

Bei BKS sind alle drei Schutzmaßnahmen Standard. Bei billigeren Anbietern explizit nachfragen.

Stolperfalle 7: Sondermüll in der Speis und im Keller

Bei Wiener Altbauten finden wir bei fast jeder Räumung Sondermüll, an den niemand mehr gedacht hat:

  • Asbest-Bodenplatten (in Häusern vor 1990 üblich) — fachgerechte Entsorgung Pflicht, Aufschlag € 200–500
  • Alte Farben und Lacke in der Speis — pro Karton € 30–60
  • Quecksilber-Thermometer, alte Leuchtstoffröhren — gefährlicher Sondermüll
  • Alte Tröge, Eisenofen-Reste im Keller — Metall-Sonderentsorgung

Lesen Sie die Anleitung zur Sondermüll-Entsorgung in Wien.

Altbau-Räumung Checkliste vor Auftragsannahme

✓ Festpreis schriftlich nach Vor-Ort-Besichtigung — keine Telefon-Pauschalen ✓ Stockwerk-Aufschläge im Festpreis enthalten (oder transparent ausgewiesen) ✓ Halteverbots-Antrag im Service inkludiert ✓ Treppen- und Wandschutz selbstverständlich ✓ Möbellift-Option (bei engen Stiegen) im Angebot ✓ Klavier-Demontage explizit kalkuliert (falls vorhanden) ✓ Sondermüll-Aufschläge transparent vor Auftragsannahme ✓ Versicherung mit mind. € 1 Mio. Haftpflicht (BKS: 5 Mio. € Allianz)

Häufige Fragen zu Altbau-Räumungen in Wien

Wie lange dauert eine Altbau-Räumung? Eine 60–80 m² Altbauwohnung im 3. Stock ohne Lift braucht 1–2 Tage. Mit Klavier oder Sondermüll bis zu 3 Tagen.

Können wir am Wochenende räumen? Ja, BKS arbeitet am Wochenende ohne Aufschlag. Bei Halteverbot beachten: Antrag muss beim MA 46 für Wochenend-Tag gestellt werden.

Was passiert mit denkmalgeschützten Möbeln? Erst bewerten lassen — viele Wiener Altbauwohnungen enthalten Wiener-Werkstätten-Möbel mit erheblichem Wert. Wertanrechnung kann den Festpreis um 30–50 % reduzieren.


Festpreis für Ihre Wiener Altbau-Räumung → — kostenlose Vor-Ort-Besichtigung in allen 23 Wiener Bezirken, schriftlicher Festpreis ohne Stockwerk-Aufschläge.